10. September 2025 I Aktualisiert im Juni 2026
Dieser Beitrag entstand ursprünglich unter Sandra Negri Fotografie. Er zeigt auf, warum die Zusammenarbeit mit einem Profi eine bewusste Entscheidung für Ihre eigene Sichtbarkeit ist, ein Grundwert meiner heutigen Arbeit bei Sinntuitiv.
Im Zuge des Website-Redesigns wandte sich eine Arztpraxis an mich. 100 Mitarbeitende sollten neu fotografiert werden, direkt vor Ort, ohne den Praxisalltag zu unterbrechen. Fünf Shootingtermine waren nötig, weil viele in Teilzeit arbeiten und Schulferien berücksichtigt werden mussten.
Mein portables Studio lässt sich in jedem Raum ab 12m2 und mit Stromanschluss installieren. Manchmal ist es in einem Praxisraum, in der Werkstatt, im rückwärtigen Verkaufsraum oder im Pausenzimmer. Die gleiche Beleuchtung, der gleiche Hintergrund über alle Termine hinweg, so blieben die Wege kurz, die Absenzen minimal und die Atmosphäre ruhig.
Nach Rücksprache mit dem Webdesigner fiel die Wahl auf einen weissen Hintergrund. Er lenkt den Blick auf die Person und passt ins neue Farbkonzept der Seite. Die Kleidung wurde nach Berufsgruppen abgestimmt: Ärztinnen und Ärzte in weissen Poloshirts, medizinische Praxisassistentinnen in hellblau, Verwaltung und Geschäftsleitung in einem einheitlichen Businesslook. Die Körperausrichtung durfte jede Person selbst wählen, damit die individuelle Persönlichkeit sichtbar blieb und sich jeder vor der Kamera wohlfühlt, auch innerhalb eines einheitlichen Rahmens.
Zur Vorbereitung erhielt das Führungsteam meinen Inspirationsleitfaden mit Bildideen und Hinweisen zum Bildhintergrund, zur Lichtführung, dem Bildausschnitt und zur Körperhaltung. So konnten sie intern abstimmen, welche Wirkung sie mit den Bildern erzielen möchten. Im gemeinsamen Austausch definierten wir den finalen Bildaufbau, welchen wir vor dem eigentlichen Fotoshootingstart bildlich untermauerten.
Zu Beginn jeder Aufnahme pudere ich die Haut leicht ab, das erleichtert die Nachbearbeitung und das Bildresultat wird besser. Dann die Sitzposition: Gerade, aber nicht angespannt.
Und dann kommt der Teil, der sich nicht in einem Ablaufplan notieren lässt: Natürlichkeit lässt sich nicht einfordern. Sie entsteht, wenn jemand kurz vergisst, dass er fotografiert wird. Ich arbeite deshalb mit einer angeleiteten Gedankenreise, die den Fokus weg von der Kamera lenkt, hin auf Entspannung und Selbstwahrnehmung.
Was mich bei diesem Auftrag jedes Mal neu überraschte: Wie verschieden hundert Menschen auf dieselbe Situation reagieren. Manche kamen entspannt ins Zimmer, manche sichtlich nervös. Die Bilder zeigen davon nichts mehr. Sie zeigen nur, was am Ende war: Raum und Zeit für jeden einzelnen Mitarbeitenden, damit er sich für seinen Arbeitgeber so zeigen konnte, dass es sich für ihn stimmig angefühlt hat.
Innerhalb von 24 Stunden stand die passwortgeschützte Onlinegalerie bereit. Jede Person wählte ihr Lieblingsbild selbst. Das dauert zwar länger, als wenn die Marketingleitung entscheidet. Aber wer sein Bild selbst aussucht, steht dahinter – und das sieht und spürt man als Unternehmen.
Der Umfang der Nachbearbeitung wie Bildwärme, leichte Retusche, wurde mit der Hauptansprechperson abgestimmt, bei dieser Praxis zusätzlich mit dem Webdesigner. Auf Wunsch wurden die Bilder mit Namen versehen und in verschiedenen Formaten geliefert.
Die Bilder zeigen das Team so, wie es ist: Kompetent, zugänglich, menschlich, einheitlich in der Bildsprache, aber dennoch erkennbar verschieden in der jeweiligen Persönlichkeit. Durch die standardisierte Vorgehensweise können auch künftig neue Mitarbeitende auf dieselbe Weise fotografiert werden. Die Bildsprache bleibt konsistent und ein harmonischer Gesamtauftritt des Unternehmens ist sichergestellt.
Möchten Sie Ihre Mitarbeitenden genauso authentisch und professionell in Szene setzen? Hier finden Sie weitere Informationen über meine Arbeitsweise.
Kontaktieren Sie mich gerne für ein Kennenlerngespräch und erzählen Sie mir von Ihren fotografischen Wünschen. Gemeinsam finden wir den perfekten Stil für Ihr Team.